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Workation auf Sri Lanka - 5 Gründe für's remote Arbeiten in den Tropen

Der Arbeitsvertrag bei Ambient ist 100% remote. Das bedeutet, dass ich von überall arbeiten darf. Sexy!
Ich buche einen Flug nach Sri Lanka und versuche mich als Digitalnomade.

Der letzte Klick macht am meisten Spaß. „Vielen Dank für Ihre Buchung“. Es geht für ein paar Tage nach Sri Lanka. 100% remote macht es möglich. Etwas Urlaub und Workation. Endlich. In meinem Kopf reifen seit Wochen Wünsche und Tagträumereien. Social Media tut das, was es immer tut. Erwartungen wecken. Ich lasse mich darauf ein und freue mich auf ein Teams-Meeting im Pool. Genau so und nicht anders!

Tropical

Hikkaduwa im Süden Sri Lankas wird meine Base sein. Die Unterkunft ermöglicht einen Digital-Nomad-Lifestyle wie es im Buche nicht besser beschrieben sein könnte. Eine Dschungel-Cabana umgeben von großen Spinnen und wilden Monstera-Pflanzen, Salzwasser-Pool, landestypischen Gerichten und wundervolle Menschen,
Die Atmosphäre ist gesättigt mit Surf-Vibes und Coconut-Milchshakes.

Für kölner Verhältnisse gibt es auch ganz brauchbares Internet. Let's go!

Mein Backup-Plan mit lokaler Sim-Karte geht nicht so ganz auf. Nach ein paar Tagen kommt eine Nachricht von O2, dass mein Roaming aufgrund zu hoher Daten gesperrt wurde. Ich kann mich nicht verbinden und den Hotspot einrichten. Nun gut. Bleibe ich also in der Unterkunft und schlürfe Coconut-Iced-Espresso. Bis auf etwas Publikumsverkehr von neuen Ankömmlingen fühle ich mich wie in einem Coworking-Space.

Während ich diese Zeilen schreibe, ernähren sich nahezu alle Mücken aus Sri Lanka vom Blut meiner Waden. Ich beobachte, wie sie ihren Rüssel in Zeitlupe in meine Haut bohren. Bedeutungsvoll erhebe ich den Strohhalm und verfluche alle Moskitos dieser Welt mit einem Cruciatus. Das Licht geht aus. Keine Auswirkung meines kürzlich ausgesprochenen Zaubers, sondern:

Power-Cut. Stromausfall.

Die erste Frage für einen waschechten Digital Nomad: Läuft das Internet noch?
Ein Blick über die linke Schulter gibt Gewissheit. Alle LEDs leuchten.
Mein Host weiß, was seine Gäste brauchen. Ein kleiner Generator versorgt die wichtigsten Geräte.

Die Regierung schaltet präzise nach einem Stundenplan den Strom im Land ab. Kein Geldabheben. Keine Klimaanlage. Die Gegend kommt merklich zur Ruhe. Leider auch die Wirtschaft. Man arrangiert sich. Hier und da tuckert ein Dieselgenerator für eine Notversorgung.

Wenn man diese Pausen einplant und die Akkustände der Endgeräte im Blick hat, ist es an sich kein Problem. Ansonsten kann es schon eng werden. Die Ausfälle dauern auch gerne mal etwas länger als der Plan es vorgibt.

Insgesamt ist es ein Thema, dass mich lange beschäftigt. Mein Gehirn muss wieder umgepolt werden, um zu verstehen, für was ich alles Strom brauche. Diesmal habe ich den Cut leider nicht eingeplant.
Eine Schweißperle bildet sich und rinnt mir über die Nase während mein Blick in die obere rechte Ecke wandert. 69 Prozent. Alles klar. Das sollte ausreichen. Danke Macbook!

Die Zeitverschiebung von 4,5 Stunden macht das Arbeiten sogar irgendwie entspannter. Ich fühle mich, als wäre mehr Zeit verfügbar. Morgens im Sonnenaufgang surfen und eine Smoothie-Bowl am Strand. Dann mit dem Tuk-Tuk zurück in die Unterkunft, duschen und Laptop auf.
In Deutschland schlummern noch alle.

Es fühlt sich sehr danach an, als hätte ich etwas mehr Zeit als alle Anderen.

Man kann in Ruhe anfangen und die Zeit reicht aus, um Meetings und Termine wahrzunehmen.
Etwas raucht mein Schädel, um die Zeiten immer abzugleichen. Wie spät ist es nochmal daheim?

Die Küche ist buchstäblich in Griffweite. Habe ich noch einen Überblick über alle bestellten Smoothies, Chicken-Burger und Surf-Bowls? Erfolgreich verdränge ich den Gedanken und baue sympathischen Blickkontakt zum Personal auf. Mich dürstet es.
Erstaunlich ist, dass meine Erwartungen eigentlich alle bestätigt werden. Das Wetter ist toll. Die Menschen erst recht.
Das Internet und somit die Verbindung nach Deutschland steht überraschend gut. Die Arbeit geht leicht von der Hand.
Work-Life-Balance? Mehr als vorhanden.
Die Zeit hier nehme ich als sehr inspirierend wahr. Call it Tapetenwechsel. Neue Gerüche, neue Menschen, neue Flora.
Die Mungus, welche des Nachts über mein Dach donnern reißen mich abrupt und oft aus dem Schlaf. Das mag ich nicht so. Aber auch das ist neu.
Meine Erwartungen wurden soweit voll und ganz bestätigt. Ich kann alle meine fotografischen Visionen umsetzen und lerne die Nachbarn und ortsansässigen Menschen kennen. Wir reden über Wirtschaft, Tourismus und die aktuellen Herausforderungen des Landes. Ich bin neugierig und auch nachdenklich.
Während meine Gedanken abschweifen, steht nun schon das 3. Travel-Couple am Pool an, um einzigartige Fotos für den Social-Media-Auftritt zu machen. Durch die Monstera-Pflanzen beobachte ich dieses nicht seltene Naturschauspiel.

Die Tage verschwimmen etwas. Buchstäblich. Es ist ein kleines Abenteuer den tropischen Lifestyle mit dem täglichen Arbeiten zu verbinden.
In Deutschland nutze ich gern unser Headquarter in Köln Ehrenfeld. Zuhause steht der Schreibtisch. Hier ist es nun alles sehr neu. Jedoch mache ich jeden Tag eine kleine Erfahrung mehr, die mir das Arbeiten leichter macht.
Nach ein paar Tagen der ersten Aufregung und Begeisterung kommt die Routine. Ich finde eine Sitzgelegenheit, die mir auch nach 6 Stunden sitzen nicht den Rücken zerschmettert und gewinne einen Überblick, welcher Aktivität ich zu welcher Zeit nachgehen kann.
Das stimmt mich sehr zufrieden und schafft ein gutes Gefühl wenn ich den Arbeitsmodus anschmeiße und lässt mich entspannt auch in den Feierabend gehen. Nur ist der Feierabend hier deutlich anders. Dankbar klappe ich das Macbook zu.

Stilecht geht es in Boardshorts und Flip-Flops dem Meeresrauschen nach Richtung Sonnenuntergang und Wellen.

Eine Kokusnuss

5 Gründe für eine Workation auf Sri Lanka

  1. Sri Lanka ist wunderschön und so vielseitig. Berge, Strände, Dschungel und das Stadtleben. Alles möglich!
  2. Surfen. Surfen. Surfen. Gerade der Süden ist populär für seine Wellen. Also los. Board wachsen und ab in die Wellen. Hallo Work-Life-Balance.
  3. Die Menschen. Man kommt einfach ins Gesrpäch und erfährt eine unglaubliche Gastfreundschaft.
  4. Co-Working Spaces sind sehr verbreitet und mit Klimaanlagen und Stromgeneratoren ausgestattet.
  5. Die Zeitverschiebung von 4,5 Stunden nach Deutschland ist gerade für frühe Vögel machbar.
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